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11.07.2016 - LPGA Tour: Die USGA wieder im Fokus einer Fehlentscheidung Machten Strafschläge Brittany Lang zur Siegerin?

Wieder einmal steht die USGA im Rampenlicht, wenn es um eine Regelfrage geht und wieder einmal hat sich die Golforganisation, die zusammen mit der R&A neue Golfregeln verabschiedet, sehr mies verhalten. Es geht um einen Bunkerschlag von Anna Nordqvist gegen Brittany Lang am zweiten Extraloch, Loch 17, im Stechen der U.S. Women´s Open.

Lang

Gewann Brittany Lang durch Strafschläge gegen Anna Nordqvist? © LET

Gerade als es zum letzten der Drei-Loch-Playoff bei der U.S. Women´s Open kam, machte eine Regelentscheidung alles kaputt und verhalf Brittany Lang zu ihren ersten Major-Erfolg in ihrer Karriere. Lang profitierte von einen verspätet erkannten Regelverstoß, der Anna Nordqvist zwei Strafschläge einbrachte. Was war passiert: Nordqvist soll bei ihrem Bunkerschlag vorher ihren Schläger im Sand aufgesetzt haben, was verboten ist. Aus der Perspektive der Spielerin ist das nicht zu erkennen und auch die Fernsehbilder geben keinen 100%igen Aufschluss darüber, ob der Schläger vor dem Treffen des Balles wirklich den Sand berührt hat, höchstens vielleicht ein Sandkorn, aber auch das ist zweifelhaft. Die Regeloffiziellen der USGA haben jedoch als einzige diesen Regelverstoß registriert und anschließend die zwei Strafschläge gegen Nordqvist verhängt. Der ESPN Golf Analyst und ehemalige Spieler Andy North erklärte in einem langen Telefon-Interview u.a.: „Man sollte halt den Schläger bei der Ansprache des Balles nicht zu tief halten, dann kann man im Aufschwung auch nicht zufällig den Sand berühren.“ Wieder einmal hat sich die USGA, nach ihrem Fauxpas der U.S. Open der Männer, lächerlicher gemacht. Man sollte überlegen, ob man die alten Regelwächter nicht durch jüngere ersetzt, oder ihnen stärkere Brillen verordnet, damit sie wenigsten gut sehen können.

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