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14.02.2016 - Champions Tour: 2. Runde Chubb Classic Der „Germinator“ hat zugeschlagen

Kenny Perry nennt Bernhard Langer nur noch den „Germinator“ und stellt die Frage: „Ist er ein Mensch?“ Es scheint fair zu sein sich über den 58jähreigen Golf-Star zu wundern. Während der zweiten Runde der Chubb Classic hat sich der Anhausener deutlich vom Feld abgesetzt und das mit einem neuen Putter. Der Umstieg vom langen auf den konventionellen Putter trägt schneller Früchte, als gedacht.

Langer

Trotz Putter-Wechsel spielt Bernhard Langer alles in Grund und Boden © Stoertebek

Nach seiner 62 (-10) am ersten Turniertag ließ Bernhard Langer jetzt eine bogeyfreie 66 (-6) folgen und baute seine Führung mit insgesamt 16 unter Par auf sieben (!) Schläge aus. Es ist die größte Führung nach 36 Löchern bei diesem Event. Bereits 2011 und 2013 konnte der Anhausener dieses Turnier gewinnen und hat bereits 25 Titel auf der Champions Tour gesammelt. „Ich weiß, wenn sich Dinge gut entwickeln, es ist dann unglaublich, wie sich die Scores dann entwickeln können“, erklärte Langer. „Ich habe einst ein Turnier mit 17 Schlägen gewonnen. Wenn alles zusammenläuft, dann kann ich ganz niedrige Ergebnisse spielen.Doch es gibt da ein paar Sachen da draußen, die ich noch abstellen muss. Wie die Abschläge an Loch 17 und 18, damit war ich nicht zufrieden“, erklärte er weiter. Egal, sein Eisen-5, dass er knapp vier Meter an Loch 17 an die Fahne setzte und der Bunkerschlag über das Wasserhindernis an der 18, beides mal spielte er Par, haben ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Sein Eagle aus knapp fünf Metern an Loch drei leitete für Langer einen sehr guten Tag ein. Der Deutsche musste seinen verankerten Putting Stroke nach 17 Jahren aufgeben, denn die Regeln wurden ab der neuen Saison geändert. Kenny Perry fragte ihn letztes Jahr, wie es denn jetzt weitergehen soll? ! „Bernhard schaute am Ende des Jahres mich an und meinte: Ich werde es herausfinden“, sagte Perry. Der Deutsche wurde auch letztes Jahr öfters gefragt, wann er die Umstellung vornehmen wird? „Nicht, bevor die Saison zu Ende ist, da gibt es nämlich noch einen Charles Schwab Cup zu gewinnen“, meinte der 58jährige.

Perry

Kenny Perry wundert sich über den Auftritt von Bernhard Langer und verpasste ihm den Spitznamen "Germinator" © Stoertebek

Scott Dunlap spielte zwar auch eine 66er Runde (-6) kam aber mit insgesamt neun unter Par nur auf den zweiten Platz. Den teilt er sich mit seinem Landsmann Kenny Perry, der eine 67 (-5) ins Clubhaus brachte. Wes Short schob sich durch eine 66 (-6) und acht unter Par auf den alleinigen vierten Rang. Alle drei Spieler können sich allerdings nur dann noch Hoffnung auf den Titel machen, wenn Bernhard Langer im Finale einbrechen sollte. Doch wer glaubt schon daran? Mit jeweils 67Schlägen (-5) und sechs unter Par verbesserten sich David Frost und Joey Sindelar auf den siebten Rang. Colin Montgomerie kam über eine 71 (-1) und drei unter Par nicht hinaus und fiel vom der 20. auf die 28. Position zurück.

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